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Indirekte Steuern in der Buchhaltung

Weiterverrechnete Steuer

Eine indirekte Steuer ist eine Steuer, die der Unternehmer zwar dem Staat abführen muss, die er aber dritten Personen, also den Konsumenten oder Unternehmen, weiterverrechnet. Damit ist es auch eine sogenannte Durchlaufsteuer. Typisch für die indirekte Steuer ist die Mehrwertsteuer. Der Hersteller eines Produktes muss die Mehrwertsteuer als Steuerbetrag dem Finanzamt abführen, aber er verkauft sein Produkt inklusive dem Steuerbetrag, wodurch eine plus/minus-Null Rechnung entsteht.

Beispiel anhand der Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer)

Wenn also ein Produkt EUR 2.000,-- kostet, wird es um EUR 2.400,-- verkauft, weil die Umsatzsteuer im Normalsteuersatz 20 % beträgt. EUR 400,-- muss aufgrund des Verkaufs an das Finanzamt als Umsatzsteuer abgeführt werden, daher bleiben dem Verkäufer die geplanten EUR 2.000,-- an Umsatz übrig. Würde er den Steuerbetrag nicht aufschlagen, hätte er nur noch EUR 1.600,-- an Umsatz zu Buche stehen.

Ein weiteres Beispiel für die indirekte Steuer ist die Mineralölsteuer. Auch bei ihr gilt, dass die Produzenten zuerst die Steuer abführen müssen, dieser Aufwand wird aber in den Ölprodukten aufgeschlagen, sodass den eigentlichen Steuerbetrag die Kunden zahlen müssen. Zu den indirekten Steuern zählt beispielsweise auch der Zoll oder die Einfuhr-Umsatzsteuer.

Bedeutung der indirekten Steuern

Auf den ersten Blick ist die indirekte Steuer für die Unternehmen nicht wichtig, weil sie durchlaufen. Aber sie erhöhen die Preise und damit ist doch eine Wichtigkeit gegeben, denn je höher die Steuer ist, desto eher werden sich die Kundinnen und Kunden überlegen, ob sie überhaupt einen Einkauf tätigen. Und das wirkt sich nachhaltig auf die Unternehmen aus. Daher ist zum Beispiel jede Veränderung der Umsatzsteuer seitens der Regierung ein sensibles Thema, das jede Branche auf den Plan ruft, die betroffen ist.

Man hat zwar weiterhin pro Stück den gleichen Umsatz, aber der Gesamtpreis verteuert sich und so kann es sein, dass der Gesamtumsatz deutlich nach unten geht, weil die Leute mehr sparen müssen. Selbst bei einer Erhöhung von einem Prozent kann alleine aus psychologischen Gründen heraus eine starke Reaktion erfolgen, weshalb der Protest bei einem Sparpaket oder ähnlichen Maßnahmen sehr groß ausfällt. Andererseits kann die Regierung durch die Steuern nicht nur Einnahmen erhöhen, sie kann auch wichtige Aussagen tätigen, zum Beispiel durch Förderung umweltfreundlicherer Energien oder dem Eindämmen des Zigarettenkonsums, weil die Tabaksteuer erhöht wird.

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Die Buchhaltung ist für jeden Betrieb Pflicht, ob es nun ein Einzelunternehmen ist oder ein Konzern. Ob man von daheim aus agiert oder 300 Filialen betreibt. Aber es gibt Unterschiede in der Machart, weil die doppelte Buchhaltung erst ab einer gewissen Umsatzhöhe verpflichtend betrieben werden muss. Bei den Belegen oder der Genauigkeit, den Vorschriften oder den Geschäftsfällen generell gibt es aber keine großen Unterschiede.

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Indirekte Steuern in der BuchhaltungArtikel-Thema: Indirekte Steuern in der Buchhaltung

Beschreibung: Die 🧾 indirekte Steuer ist eine solche, bei der der Steuerbetrag ✅ an Dritte weiterverrechnet wird wie vor allem bei der Umsatzsteuer.

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