Der Jahresüberschuss ist das positive Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwände und die Erträge gegenübergestellt und ein Saldo gebildet. Der Saldo ergo das Ergebnis dieses Vergleichs ist das Betriebsergebnis und zeigt auf einen Blick die Ertragslage eines Unternehmens.
Der Begriff Jahresüberschuss repräsentiert damit einen Gewinn, weil der Saldo auf der Aufwandsseite gebildet wird. Wäre es umgekehrt, dann würde kein Jahresüberschuss, sondern ein Jahresfehlbetrag als Ergebnis ermittelt werden, womit die Aussage zutrifft, dass das Unternehmen einen Verlust erwirtschaftet hat.
Im Gegensatz zum Bilanzgewinn wird der Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung ohne weiterer Zurechnungen wie ein möglicher Vorjahresgewinn und ohne weiterer Abzüge wie ein möglicher Vorjahresverlust gebildet. Deshalb spricht man beim Jahresüberschuss auch von einem Reingewinn, bei einem Jahresfehlbetrag spricht man von einem Reinverlust. Die Gegenüberstellung von Aufwände und Erträge zeigt damit das tatsächliche Resultat des ablaufenden Wirtschaftsjahres.
Gebildet wird der Jahresüberschuss im Falle eines Gewinnes einfach dadurch, dass alle Erfolgskonten abgeschlossen werden. Die Aufwände wurden das Jahr über im Soll gebucht (Büroaufwand z.B.), die Erträge im Haben (Umsatz, Provision). Durch die Umbuchung auf das Gewinn-und-Verlust-Konto (GuV-Konto) wandern die Aufwände ins Soll, die Erträge in Haben und man kann sämtliche Beträge durch den einfachen Vergleich der beiden Spalten mit einem Blick hinterfragen. Beim Gewinn ergo Jahresüberschuss sind die Erträge höher, also die Haben-Seite des GuV-Kontos. Bei diesem Vergleich gelten nur die Aufwände und Erträge in diesem Jahr ohne zusätzliche Werte oder Bilanzarbeiten.
Deshalb wird das Jahresergebnis bei der Gewinn- und Verlustrechnung sehr hoch eingestuft, weil man schnell einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Lage eines Unternehmens gewinnen kann. Natürlich sind die weiteren Bilanzzahlen ebenfalls zu berücksichtigen, aber das Jahresergebnis ist ein wichtiges Kriterium. Das gilt besonders auch bei Veränderungen. Natürlich können die Erträge geringer werden, wenn man eine Umstrukturierung vornimmt, aber wenn der Prozess abgeschlossen ist, kann man das Ergebnis mit früheren Werten vergleichen und eine Analyse anstreben, ob der Prozess der Veränderung richtig war.
Auch langfristige Vergleiche lassen sich auf Basis des Jahresergebnisses anstellen, um einen Trend aufzuzeigen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt. Fehlentwicklungen können auf diese Weise hinterfragt und gestoppt werden.
Die Buchhaltung ist für jeden Betrieb Pflicht, ob es nun ein Einzelunternehmen ist oder ein Konzern. Ob man von daheim aus agiert oder 300 Filialen betreibt. Aber es gibt Unterschiede in der Machart, weil die doppelte Buchhaltung erst ab einer gewissen Umsatzhöhe verpflichtend betrieben werden muss. Bei den Belegen oder der Genauigkeit, den Vorschriften oder den Geschäftsfällen generell gibt es aber keine großen Unterschiede.
Themenseiten
Freizeit
Veranstaltungen
Unterhaltung
Freizeit/Urlaub
Hobbys
Leben und Alltag
Auto / Verkehr
Wetter / Natur
Lebensmittel
Bauernmarkt
Gartenlexikon
Wohnlexikon
Modelexikon
Familie / Gesundheit
Wirtschaft und Gesellschaft
Wirtschaft
Politik/Bildung