Zitate von Jean Paul
Auszüge aus den Werken des Dichters
Jean Paul (1763 - 1825) war ein deutscher Schriftsteller, der aber große Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau entwickelt hatte. Er entschied sich daher, seinen wahren Namen von Johann Paul Friedrich Richter auf Jean Paul als Künstlername zu ändern, um der Bewunderung Ausdruck zu verleihen.
Die Zitate von Jean Paul gibt es in zahlreicher Form, auch wenn Goethe und Schiller noch weit mehr Auszüge aus ihren Stücken und Gedichten produziert hatten. Jean Paul setzte sich mit dem Alltag der Menschen auseinander, mit der Liebe und Alltagssituationen.
Gefundene Zitate von Jean Paul
- Das Alter ist nicht trübe, weil darin unsere Freuden, sondern weil unsere Hoffnungen aufhören.
- Die Armut und die Hoffnung sind Mutter und Tochter. Indem man sich mit der Tochter unterhält, vergisst man die andere. (aus: Aphorismen)
- Ein guter Arzt rettet, wenn nicht immer von der Krankheit, doch von einem schlechten Arzte.
- Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen; sie zu entzweien, ist viel sicherer und leichter.
- Wenn jemand bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, dann ist er's. (aus: Hersperus)
- Die Schmerzen der unerhörten Liebe und die Schmerzen der Ehescheidung erinnern an die Zähne, welche wehe tun, wenn sie kommen und wehe, wenn sie ausgezogen werden.
- Nur um den Einsamen schleichen Gespenster.
- Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können.
- In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme enger aneinander.
- Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in der Gewalt.
Die Zitate von Jean Paul kennt man zum Teil sehr gut, zum Teil sind sie nur wenigen bekannt. Manche seiner Aussagen oder Auszüge aus den Werken wurden leicht abgewandelt sehr geläufig wie das Zitat "der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat".
- Die Probe eines Genusses ist seine Erinnerung.
- Der größte Hass ist, wie die größte Tugend und die schlimmsten Hunde, still.
- Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat. (aus: Siebenkäs)
- Man steigt den grünen Berg des Lebens hinauf, um oben auf dem Eisberge zu sterben.
- Die Leiden sind wie Gewitterwolken: in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns grau.
- Die Macht kann nicht milde genug aussehen.
- Der Mensch muss der Leidenschaften zugleich fähig und mächtig sein.
- Die Menschen und die Gurken taugen nichts, wenn sie reif sind.
- Auf echte Religion des Herzens führt uns leicht alles: der Sternenhimmel, das Abendrot, ja das Abendgeläute, jede Rührung, vielleicht mancher Schmerz.
- ... so kann niemand Religion lehren, als wer sie besitzt.
Sehr bekannt, fast schon berühmt, wurde sein Ausspruch "es ist Zeit, zur Ruhe zu gehen", den er knapp vor seinem eigenen Tod kundgetan hatte.
- Am wenigsten stützt Religion und Sittlichkeit auf Gründe. Eben die Menge der Pfeiler verfinstert und verengt die Kirchen.
- Jedes Genie aber ist in seiner Sprache, jedes Herz in seiner Religion allmächtig.
- Jede fremde Religionsübung sei ihm so heilig wie die eigene.
- Verzage nur nicht, wenn du einmal fehlest und deine ganze Reue sei eine schönere Tat.
- Es ist Zeit, zur Ruhe zu gehen. (Jean Paul kurz vor seinem Tode)
- O, der arme Mensch steht allemal mit zugebundenen Augen vor deinem scharfen Schwerte, unbegreifliches Schicksal!
- Der Schlaf hat eine Grazie zur Frau. Wie das Sterben streicht der Schlaf die großen Züge der Leidenschaft mildernd aus.
- Es gab viele Religionen, aber nur ein Sittengesetz.
- Staatsschiffe, welche die Segel verloren, haben darum noch nicht die Anker eingebüßt.
- Ernste Tätigkeit söhnet zuletzt immer mit dem Leben aus.
Seine Themen sind vielfältige, denn Jean Paul widmete sich der Religion genauso wie dem Herz-Schmerz und Leid oder auch dem Thema der Tiere wie im Zitat "je jünger, einfacher und frommer die Völker, desto mehr Tierliebe".
- Am Throne gibt es fast für niemand Geheimnisse als für den, der darauf sitzt.
- Gerechter Himmel! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere tötet der Mensch eine einzige Festminute der Zunge zusammen.
- Je jünger, einfacher und frommer die Völker, desto mehr Tierliebe.
- Der kleine Tierquäler erwächst zu einem harten grausamen Mann. (aus: Levana)
- Der Mensch gewöhnt sich an wiederholte Liebe, nicht an wiederholte Ungerechtigkeit.
- Der Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet oder selbst verzeiht.
- Das Alter der Weiber ist trüber und einsamer als das der Männer.
- Den Widerstrebenden besiegt weit eher ein feiner Angriff als ein starker.
- Die Menschen schieben ihrer letzten Willen gern solange hinaus wie ihren bessern.
- Das große unzerstörbare Wunder ist der Menschenglaube an Wunder. (aus: Vorschule der Ästhetik)
In vielen Büchern mit Zitate und Lebensweisheiten findet man die Auszüge von Jean Paul, die man auch für Glückwünsche oder für soziale Medien nutzen kann.
- Zufriedene Menschen sind die ordentlichsten.
- Vielleicht gibt es schönere Zeiten, aber diese ist unsere.
- Viele junge Leute ereifern sich über Ansichten, die sie in zwanzig Jahren haben werden.
- Zur Freundschaft gehört, dass wir einander gleichen, einander in einigem übertreffen, einander in einigem nicht erreichen.